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Mehr Teilnehmer aus Bayreuth für Deutsche Meisterschaften qualifiziert

Durchwachsene Bilanz der BTS-Bogenschützen

Von Jürgen Nakott

Wiesbaden/Suhl. Mit sechs Schützen der BTS waren bei den Deutschen Freiluftmeisterschaften doppelt soviele Bayreuther qualifiziert wie in der vergangenen Hallensaison. Und gar dreimal soviele wie in der Freiluftsaison des Vorjahres. Mit ihren aktuellen Ergebnissen blieben die meisten allerdings hinter ihren Möglichkeiten zurück – mit einer Ausnahme.

Erstmals hatte der Deutsche Schützenbund nationale Meisterschaften im Bogenschießen für Schülerinnen und Schüler ausgekoppelt und vorgezogen. Während die Erwachsenen ihre Titelkämpfe traditionell in Wiesbaden austragen, waren die Nachwuchsschützen schon im August am Bundesstützpunkt Suhl in Thüringen an den Start gegangen. Dort war Magdalena Doege von der BTS Deutsche Meisterin bei den Schülerinnen geworden (der Kurier berichtete). Für Wiesbaden hatten sich weitere fünf BTS-Schützen qualifiziert, soviele wie lange nicht.

Den Anfang machte Valentin Wolf bei den Herren mit dem Compoundbogen. Sein Wettkampf glich einer Achterbahnfahrt. Zwischenzeitlich lag Wolf weit vorn im Feld auf Rang Sieben, einige schwächere Schüsse ließen ihn auf Platz 16 abrutschen, gegen Ende kämpfte er sich wieder vor auf den zwölften Platz und sicherte sich wie im Vorjahr mit 683 Ringen die Teilnahme am Achtelfinale. Das Viertelfinale verpasste er dann zwar knapp (141:144), seine Platzierung blieb aber in der Bilanz der Bayreuther Teilnehmer die Beste.

Das Achtelfinale mit dem Olympischen Recurvebogen hatte im Vorjahr auch Mario Schirrmeister erreicht. Mit 612 Ringen blieb er in diesem Jahr allerdings hinter seinen guten Vorleistungen zurück und verfehlte auf Platz 17 das Finale der besten 16 um einen Platz. Auch Neil Bennemann, der in der Hallensaison sensationell Bronze bei den Deutschen Meisterschaften geholt hatte, unterliefen einige Patzer zuviel. Mit 593 Ringen fand er sich auf Platz 34 wieder.

Bei den Damen hatte sich Melanie Doege vor wenigen Wochen bei der jagdlichen Variante des Bogenschießens auf Tierattrappen (3-D-Schießen) noch den Titel der Deutschen Meisterin geholt. In der olympischen Konkurrenz reichten ihre 542 Ringe diesmal nur zu Platz 30. Umso größer ist ihre Aussicht in ihrer dritten Disziplin, dem Bogenlaufen (Bogen-Biathlon). Dort gewann sie im Vorjahr die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften und versucht am kommenden Wochenende, diesen Erfolg zu wiederholen.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte schlussendlich bei diesen Deutschen Meisterschaften Senior Jürgen Nakott. Lange Zeit fand er überhaupt nicht in den Wettkampf, und als er sich gegen Ende steigern konnte, war die Konkurrenz uneinholbar weggezogen. Mit 545 Ringen rangierte er auf Platz 40 im geschlagenen Feld.