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Deutsche Meisterschaft Halle Berlin

6.03. bis 08.03.2026

Bayreuther Bogenschützen bei Deutscher Meisterschaft erfolgreich

Neil Bennemann erkämpft Bronzemedaille – Dreimal Sieg im Stechen bei Deutscher Meisterschaft im Bogenschießen

Sensationeller Erfolg für den Bayreuther Bogenschützen Neil Bennemann: Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Berlin gewann er die Bronzemedaille. Gleich dreimal besiegte er seine Finalgegner erst im Stechen. Das Herrenteam der BTS verpasste das Podest knapp und wurde Vierter.

Nach 60 Wertungspfeilen in der Qualifikation für das Achtelfinale belegte Bennemann Rang 12. Vor ihm lagen unter anderem Florian Unruh, Silbermedaillengewinner der olympischen Spiele von Paris auf Platz Vier sowie auf Platz Eins der treffsicherste Schütze der gerade beendeten Bundesligasaison, Felix Wieser vom Deutschen Rekordmeister FSG Tacherting. Die besten 16 von 51 Startern setzten dann im Achtelfinale den Kampf um die Medaillen in KO-Duellen fort.

Nach den Regularien traf Bennemann als Zwölfter zunächst auf den Fünftplatzierten. Das war ausgerechnet sein Teamkamerad aus der Bundesliga, Jakob Hetz. Der schoss bei den Meisterschaften für seinen Heimatverein, den BSC Reuth. Die beiden Freunde schenkten sich nichts, und nach fünf Sätzen stand es 5:5. Ein Stechpfeil musste über den Einzug ins Viertelfinale entscheiden. Beide trafen in die Neun, aber Bennemanns Pfeil lag um Millimeter dichter am Zentrum.

Sein Gegner im Viertelfinale war dann der mehrfache Olympiateilnehmer Florian Unruh. Bennemann blieb allerdings eiskalt und zwang auch Unruh nach fünf ausgeglichenen Sätzen ins Stechen. Unruh schoss eine Neun, Bennemann konterte mit einer Zehn und stand sensationell im Halbfinale. Hier wartete nun allerdings der Dominator der letzten Bundesligasaison, Felix Wieser aus Tacherting. Der bestätigte seine Rekordbilanz von im Durchschnitt 9,84 Ringen pro Pfeil und ließ Bennemann beim klaren 7:1-Sieg keine Chance. Doch noch stand für den BTS-Schützen das “kleine Finale” um die Bronzemedaille an.

Bennemanns Gegner war Karsten Stichler vom BS Opladen (bei Leverkusen), als Siebter der Qualifikation mit der besseren Vorleistung notiert. Beide begannen perfekt mit einer 30, dann setzte sich Bennemann zweimal mit 28:27 und 5:1 Satzpunkten ab. Ein Punkt fehlte noch zu Sieg und Medaille, doch Stichler ließ nicht locker und glich mit 29:28 sowie 27:26 zum 5:5 aus. Für Bennemann bedeutete das zum dritten Mal an diesem Tag: Ein Stechpfeil musste entscheiden. Den setzte der Bayreuther wieder nervenstark in die Zehn, Stichler gelang nur eine Sieben. Bronze für Bennemann – seine mitfiebernden Vereinskollegen feierten ihn begeistert. Silber ging an David Strodick aus dem Kreis Paderborn, Deutscher Meister wurde erwartungsgemäß der Tachertinger Felix Wieser.

Lange Zeit auf Finalkurs hatte auch der Bayreuther Mario Schirrmeister gelegen, doch nach einer Schwächephase in der zweiten Hälfte der Qualifikation war er noch von Rang Acht auf 25 abgerutscht. Zusammen mit Tom Bandura verfehlte das Herrenteam der BTS mit Bennemann und Schirrmeister das Podest knapp und wurde in der Mannschaftswertung Vierter der Deutschen Hallenmeisterschaft.
Noch ein weiterer Bayreuther erlebte in Berlin sein persönliches Drama. Bei den Compoundschützen hatte Valentin Wolf in der Qualifikation ringgleich mit zwei weiteren Schützen Platz 16 belegt. Diese Drei mussten nun ebenfalls im Stechen den letzten Achtelfinalplatz unter sich ausmachen. Den ersten Stechpfeil gewann Wolf, jetzt war noch ein Gegner übrig, Alex Fabio vom ATSV Oberkotzau. Der zweite Stechpfeil brachte ein Remis, erst der dritte Pfeil entschied haardünn für den Oberkotzauer. Wolf hatte wie im Vorjahr unglücklich um einen Platz den Einzug ins Finale der Deutschen Meisterschaft verpasst.

Jürgen Nakott