Gold und Silber für BTS-Schützen
Von Jürgen Nakott
München. Dreimal Gold, einmal Silber, einmal Bronze – das ist die Erfolgsbilanz der Bayreuther Bogenschützen bei zwei Bayerischen Meisterschaften innerhalb einer Woche.
Gleich vier Bogenschützen der Bayreuther Bundesligamannschaft hatten es in der Qualifikationsrunde der Bayerischen Meisterschaften auf der Olympiaschießanlage in München-Hochbrück unter die Top Ten geschafft. In den leuchtenden Farben des neuen BTS-Trikots stand in den KO-Duellen um die Medaillen allerdings nur Mario Schirrmeister als Fünfter der Qualifikation an der Schießlinie. Neil Bennemann hatte das Finale der besten Acht als Zehnter knapp verpasst, Jakob Hetz als Erster und Florian Babl auf Rang Sechs schossen diese Meisterschaft für ihre jeweiligen Heimatvereine, den BCS Reuth und den SV Pang.
Schirrmeister unterlag dann im Viertelfinale dem neuen Bayerischen Meister Michael Reiter aus Tacherting, Babl schaffte es ebenfalls nicht ins Halbfinale. Dort scheiterte auch Hetz an Reiter, er gewann aber das kleine Finale und damit die Bronzemedaille.
Mit einer Energieleistung hatte es bei den Damen die Bayreutherin Melanie Doege ins Viertelfinale geschafft. Nach dem ersten Durchgang des Wettbewerbs hatte sie noch scheinbar abgeschlagen auf Platz 20 gelegen, doch nach der Pause traf sie immer besser und kletterte Pfeil um Pfeil in der Rangliste nach oben. Am Ende der Qualifikation zog sie als Achte ebenfalls ins Viertelfinale ein. Gegen die neue Bayerische Meisterin Johanna Klingner vom PSV München war sie dann allerdings chancenlos.
Eine Medaille gewann sie trotzdem: Zusammen mit Mario Schirrmeister und Neil Bennemann wurde das BTS-Team Bayerischer Vizemeister in der Mannschaftswertung, ein Erfolg, den ihre Tochter Magdalena Doege sogar noch übertraf: Sie ist die neue Bayerische Meisterin in der Schülerklasse. Bis zur Halbzeit hatte sie auf Rang Drei gelegen, konnte sich aber im zweiten Durchgang noch deutlicher steigern als ihre Konkurrentinnen, eroberte gegen Ende des Wettkampf den obersten Platz auf dem Podest und verteidigte ihn nervenstark.
Das Siegertreppchennur knapp verfehlte bei den Herren mit dem Compoundbogen BTS-Schütze Valentin Wolf. Der Bronzemedaillengewinner des Vorjahres war als Dritter der Qualifikationsrunde ins Viertelfinale eingezogen. Das gewann er, im Halbfinale unterlag er dann aber dem neuen Bayerischen Meister Florian Grafmann aus Kleinlangheim. Damit stand Wolf wieder im kleinen Finale um die Bronzemedaille, musste sich hier aber dem Natternberger Florian Stadler geschlagen geben und wurde Vierter.
Achtbar schlugen sich außerdem zwei weitere BTS-Schützen bei ihren ersten Bayerischen Meisterschaften. In der Jugendklasse wurde Kaspar Müller 17. unter 40 Teilnehmern, bei den Herren genoss Camilo Ortiz-Monsalve seine Premiere auf der Münchener Olympia-Schießanlage. Im zahlenmäßig stärksten Teilnehmerfeld belegte er Rang 63.
Für Melanie und Magdalena Doege waren es sogar schon die Medaillen Drei und Vier bei Bayerischen Meisterschaften innerhalb einer Woche. Die beiden hatten acht Tage zuvor den Wettkampf auf Landesebene im sogenannten 3-D-Schießen bestritten. Bei dieser von der Jagd abgeleiteten Disziplin des Bogenschießens gilt es, auf einem waldigen Parcours 24 Tierattrappen zu treffen. Die Figuren sind eichhörnchen- bis bärengroß und stehen bis zu vierzig Meter weit entfernt. Die genaue Distanz ist jeweils unbekannt und muss vom Schützen geschätzt werden. Das gelang Mutter und Tochter Doege in der Damen- und der Schülerklasse am besten, beide trafen genauer als ihre Konkurrentinnen und gewannen Gold. Eine weitere Medaille für die BTS bei diesen Bayerischen Meisterschaften im schwäbischen Kadeltshofen holte Stefan Hanrieder bei den Herren. Er wurde Dritter und mit der Bronzemedaille belohnt.















